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Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

 

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) wurde von M. Linehan in den 1980er Jahren zunächst als ambulantes, störungsspezifisches Behandlungskonzept für chronisch suizidale Patientinnen mit Borderline-Störung entwickelt. Die Basis der DBT stellt die kognitive Verhaltenstherapie dar. Um jedoch den Anforderungen eines solch komplexen Störungsbildes gerecht zu werden, waren grundlegende Modifikationen notwendig.

 

Die wesentlichsten Unterschiede zur herkömmlichen kognitiven Therapie sind die Betonung von Akzeptanz und Validierung eines momentan auftretenden Verhaltens, die schwerpunktmäßige Behandlung von Verhaltensweisen, welche die Therapie gefährden, die Betonung der Wichtigkeit der therapeutischen Beziehung und die Betonung von dialektischen Prozessen.

 

Die Aufgabe des Behandlers ist es, eine Balance zu finden zwischen Strategien des Verstehens und Respektierens eines Problems und dessen Veränderung. Diese „dialektische Strategie“ bildet die Grundlage für die Bezeichnung Dialektisch-Behaviorale Therapie. Im Sinne der DBT betrachtet „Dialektik“ scheinbare Gegensätze in der Welt des Patienten, um sie aufzulösen und schrittweise zu integrieren.

 

Die DBT mit ihrem Training unterschiedlicher Fertigkeiten (Skills-Training zur Stresstoleranz, zum Umgang mit Gefühlen, zwischenmenschlichen Fertigkeiten und zum Selbstwert) wurde inzwischen auch für andere Störungsbilder angepasst und ist vor allem bei solchen Menschen wirksam, die mit sehr hohen Anspannungszuständen und extremen emotionalen Zuständen konfrontiert sind..