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SchemaTherapie

 

Kennen Sie das?
Sie finden sich in einer bestimmten (vielleicht belastenden) Situation plötzlich in einem Befindlichkeitszustand wieder, in dem Sie sich wie ein kleines Mädchen oder ein kleiner Junge fühlen – so verängstigt, so angespannt, so verschüchtert, so wütend, so klein…

 

Oder Sie kennen Ihre Neigung, stets die Kontrolle wahren zu müssen, den Blick immer auf andere gerichtet zu halten, um es ihnen möglichst recht zu machen, oder nach Perfektion zu streben, darauf zu achten, was andere von Ihnen denken…

 

Wir alle haben in unserer Kindheit oder Jugend Beziehungserfahrungen gemacht, die uns in unserem Erleben und Denken geformt haben. Wir haben Werte und Glaubenssätze verinnerlicht, die uns noch heute – meist unbewusst – in unserem alltäglichen Fühlen und Handeln prägen. Zur Behandlung solcher "alter Muster" ist die Schematherapie als eine Form der Psychotherapie sehr hilfreich; besonders durch ihre erlebnisorientierte Methodik bietet sie die Möglichkeit für korrigierende emotionale Erfahrungen. Sie erweitert die Methoden der kognitiven Therapie um Elemente psychodynamischer Konzepte und anderer bewährter psychologischer Theorien und Therapieverfahren wie der Objektbeziehungstheorie, der Transaktionsanalyse, der Gestalttherapie und der Hypnotherapie.

 

Die Schematherapie wurde von J. E. Young aus der "kognitiven Therapie für Persönlichkeitsstörungen" nach A. Beck zur Behandlung von chronischen, charakterologischen Aspekten psychischer Störungen entwickelt. Sie findet erfolgreich Anwendung bei der Behandlung chronischer erkrankter Patienten mit Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, aber auch bei Essstörungen, Substanzmittelmissbrauch, bei Paarbehandlungen und langjährigen Beziehungsstörungen.